Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven
31.08.26
Bremerhaven war über Generationen hinweg der wichtigste deutsche Auswandererhafen. Millionen Menschen verließen Europa von hier aus – und das Deutsche Auswandererhaus steht an genau der Stelle, an der sie an Bord gingen. Ein Museum, das man anders verlässt, als man es betreten hat.
Von Cuxhaven-Duhnen sind es rund fünfunddreißig Kilometer, mit dem Auto etwa eine Dreiviertelstunde. Das Haus liegt am Neuen Hafen, mitten in den Havenwelten, in Laufweite zu Klimahaus, Zoo am Meer und Schifffahrtsmuseum.
Wie die Ausstellung funktioniert
Der entscheidende Kniff: Die Ausstellung erzählt nicht abstrakt, sondern entlang authentischer Biografien. Sie folgen konkreten Menschen durch die Stationen ihrer Auswanderung – vom Abschied über die Wartehalle und die Überfahrt bis zur Ankunft in der neuen Welt.
Die Räume sind originalgetreu nachgebaut. Sie stehen an der Kaje zwischen Koffern, betreten das enge Zwischendeck eines Auswandererschiffs und spüren, unter welchen Bedingungen Menschen wochenlang unterwegs waren. Danach folgt die Ankunft: die Kontrolle, die fremde Sprache, die ersten Jahre.
Der Bogen zur Gegenwart
Die Ausstellung endet nicht im 19. Jahrhundert. Ein weiterer Teil widmet sich der Einwanderung nach Deutschland und den weltweiten Migrationsbewegungen der Gegenwart. Das verbindet die historischen Schicksale mit Fragen, die heute aktuell sind – und macht den Besuch für Erwachsene zum Nachdenkstoff über den Museumstag hinaus.
Mit Kindern im Museum
Das Haus ist ausdrücklich auch für Familien gemacht. Kinder navigieren ein virtuelles Segelschiff, testen ihr Wissen in Quizstationen und probieren bei einer Packübung aus, was in eine Auswandererkiste passt und was zurückbleiben muss – eine Aufgabe, die den Kern des Themas erstaunlich gut vermittelt.
Für sehr kleine Kinder ist die Ausstellung wenig geeignet; ab etwa Grundschulalter funktioniert sie gut. Rechnen Sie mit zwei bis drei Stunden.
Familienrecherche
Ein Angebot, das viele Besucher unterschätzen: Vor Ort können Sie in Datenbanken nach eigenen ausgewanderten Vorfahren suchen. Wer Namen und ungefähre Jahreszahlen mitbringt, findet mit etwas Glück Passagierlisten und damit den konkreten Beleg für eine Familiengeschichte, die sonst nur mündlich überliefert ist.
Planen Sie dafür zusätzlich Zeit ein – und bereiten Sie die Namen vor der Fahrt vor, statt vor Ort zu überlegen.
Den Tag in Bremerhaven planen
Die vier großen Museen in den Havenwelten liegen so nah beieinander, dass die Versuchung groß ist, alles an einem Tag zu sehen. Das geht schief. Zwei Häuser sind machbar, drei sind zu viel – nach dem Auswandererhaus braucht man ohnehin eine Pause, dafür gibt es Café und Shop im Haus sowie Gastronomie am Hafen.
Eine gute Kombination: vormittags Zoo am Meer mit den Kindern, nachmittags Auswandererhaus. Oder Klimahaus und Auswandererhaus an einem Tag, wenn keine Kinder dabei sind.
Häufige Fragen zum Auswandererhaus
Zwei bis drei Stunden für den Rundgang. Wer zusätzlich die Familienrecherche nutzen möchte, sollte mehr Zeit einplanen – dort vergeht eine Stunde schnell.
Etwa ab Grundschulalter. Dann funktionieren die interaktiven Stationen – virtuelles Segelschiff, Quiz, Packübung – und die Kinder können den Geschichten folgen. Für Kleinkinder ist die Ausstellung zu textlastig und zu dunkel.
Ja, das Museum bietet eine Familienrecherche an, bei der Sie in Datenbanken nach ausgewanderten Vorfahren suchen können. Bringen Sie Namen und ungefähre Jahreszahlen mit – damit steigen die Chancen erheblich, in Passagierlisten fündig zu werden.
Rund fünfunddreißig Kilometer, mit dem Auto etwa eine Dreiviertelstunde. Das Auswandererhaus liegt am Neuen Hafen in den Havenwelten, in Laufweite zu Klimahaus, Zoo am Meer und Schifffahrtsmuseum.
Zwei Häuser sind gut machbar, drei werden anstrengend. Die Museen in den Havenwelten liegen zwar dicht beieinander, sind aber jeweils umfangreich. Nach dem Auswandererhaus braucht man erfahrungsgemäß eine Pause.
Weitere Ziele für die Region finden Sie in unserer Übersicht der Ausflugsziele in Cuxhaven und Umgebung.
